Von nervenden Waschbären

Wo sind die guten alten Zeiten nur hin, als Wölfe nur in Märchenbüchern existiert haben und dort für Angst und Schrecken gesorgt haben, in dem sie kleine Mädchen oder niedliche Tiere fraßen? Heute muss man in bestimmten Teilen Deutschlands damit rechnen, beim gemütlichen Spaziergang am Nachmittag so einem Vieh über den Weg zu laufen. Will ich nicht! Im Zoo, okay, aber im Wald? Ich habe da glaube ich die Schäfer auf meiner Seite, die auch nur wenig Verständnis ernten, wenn ein hungriger Wolf ihre wertvollen Lämmer verspeist hat. Es gibt schon seltsame Dinge in diesem Land. Da ziehe ich früh mein Sonnensegel hoch und sehe ein Eichhörnchen im Garten. Das ist okay, Eichhörnchen finde ich ganz gut. Außer wenn sie auf meine farbenfrohe Markise klettern und dort alles voll krümeln. Das machen die, in echt!
Aber der Hammer, war das Vieh, was ich gestern fast überfahren hätte. Ich bin in der Dämmerung nach Hause gekommen, überall waren die Rollos zum Sichtschutz schon runter gelassen. Auf einmal musste ich eine Vollbremsung hinlegen, weil mir irgendein Tier vor die Scheinwerfer gerannt kam. Ich hielt es erst für eine Katze aber dann erkannte ich den Waschbären. Allerdings auch nur, weil ich schon mal einen im Zoo gesehen habe. Und im Fernsehen. Gut, ich war erstaunt, er erschrocken, wir haben beide überlebt. Heute Morgen habe ich mir allerdings gewünscht, ich hätte nicht so gut gebremst. Unsere Mülltonne war umgeschmissen, der ganz Hausmüll heraus gewühlt und schön über den Hof verteilt. Katzen machen so etwas nicht! Waschbären schon, wie ich nach kurzer Recherche im Internet herausgefunden habe. Eh, dann doch lieber ein Eichhörnchen auf der faltbaren Markise! Was macht der blöde Bär eigentlich in der Stadt? Hat der denn gar keinen Respekt? Geh zurück wo du wohnst, sonst hat es sich bald ausgewaschen!